Historische Zeittafel von Ortrand


1238 Ortrand wird bereits als Stadt ersterwähnt.
   
1329 Die Schuhmacher werden als erstes städtisches Handwerk genannt.
   
1366 Das 1960 zu Ortrand eingemeindete Burkersdorf tritt erstmals in den Urkunden auf.
   
1398 Vertragsabschluss zwischen den Oberlausitzer „Sechsstädten“ und Dresden, Großenhain, Meißen wie Ortrand über die Sicherheit auf der „Hohen Straße“.
   
um 1400 Der 1. bekannte Städtebrand.
   
1411 Der städtische Rat ist erstmals bezeugt.
   
1429 Die Hussiten verwüsten die Stadt.
   
1432 Die Hussiten brennen Ortrand ab. Vermutlich wird das Schloss mit ein Opfer der Flammen.
   
1466 Ein Bürgermeister tritt erstmals auf.
   
1469 Gründung des markmeißnischen Amtes Ortrand innerhalb des Amtes Hain (Großenhain).
   
1471 Beschwerde wegen der Handelsstraßenführung über Ortrand.
   
1495 Die Meißner Bistumsmatrikel verzeichnet die Pfarrkirche St. Jacobi und die Barbara- wie Marienkapelle.
   
1525 Bau des Rathauses an der Nordostecke des Altmarktes.
   
1539 Am 22. August führen die Visitatoren für Ortrand und das eingepfarrte Frauwalde die Reformation ein. Die Ortrander Wallfahrt kommt zum Erliegen.
   
1546 2. Stadtbrand.
   
1555 Die Marienkapelle ist nur noch als Ruine erhalten und wird später abgetragen.
   
1560 Aufhebung des Amtes Ortrand.
   
1563 Am 18. Mai erfolgt die Grundsteinlegung für den Neubau der Stadtkirche St.Barbara.
   
1565 Auf dem Topfmarkt entsteht eine städtische Brauerei. Neben den Tuchmachern steht das Brauereigewerbe in hoher Blüte. 23 Ortschaften um die Stadt dürfen nur Ortrander Bier zum Ausschank bringen.
   
1612 3. Stadtbrand.
   
1631 Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wird der Mückenberger Damm über die Elsterarme nach Ortrand zerstört. Somit ist für fast ein Jahrhundert die Verbindung in die Nordregion abgeschnitten und besonders wirtschaftlich nachteilig.
   
1633 Johann Georg von Arnim erstattet in Ortrand dem Kurfürsten von Sachsen Bericht über seine Zusammenkunft mit Wallenstein.
   
1635 Die Stadt Ortrand verliert ihren Grenzcharakter, da die Ober- wie die Niederlausitz in sächsischen Besitz kommen.
   
1636 Wegen zu hoher städtischer Schuldenlast wird der Stadtrat durch eine kurfürstliche Kommission abgesetzt.
   
1641 Die erste Apotheke wird eröffnet.
   
1648 Am Ende des Dreißigjährigen Krieges ist Ortrand verarmt.
   
1659 Es erfolgt wieder die vollständige Amtsübernahme durch den Stadtrat.
   
1674 Von nun an werden die Stadtabwässer wegen drohender Versumpfungsgefahr durch einen gemauerten Kanal unterhalb der Neuen Pulsnitz an das Wehr der Alten Pulsnitz geführt.
   
1682 Errichtung der kursächsischen Garnison.
   
1707 4. Stadtbrand.
   
1725 Erbauung der Soldatenhauptwache auf dem Altmarkt.
   
1732 Aufrichtung der Distanzsäule in der Marktmitte.
   
1740 Während des Ersten wie Zweiten Schlesischen und Siebenjährigen Krieges (1756-1763) wird Ortrand wiederholt heimgesucht.
   
1763 Es endet der 100jährige Ortrand-Großenhainer-Straßenstreit. Die Führung über Ortrand bleibt untersagt.
   
1806 Während der Kriegszeiten bis 1815 entstehen schwerste städtische Belastungen. Die Stadtkasse ist wieder vollständig leer.
   
1810 Die Kinder von Burkersdorf brauchen nicht mehr zur Schule nach Kroppen.
   
1815 Nach den Festlegungen des Wiener Kongresses kommt auch Ortrand unter preußische Herrschaft und wird wieder unmittelbar Grenzort.
   
1820 Verlegung der Garnison nach Mühlberg.
   
1823 Ortrand ist eine sterbende Stadt.
   
1838 5. Stadtbrand. Das Dresdner Tor wird abgerissen.
   
1841 Abbruch der Hauptwache und des Lindenauer Tores.
   
1846 Eröffnung der 1. Leihbibliothek.
   
1847 Entfernung der Distanzsäule.
   
1848 Die erste Ortszeitung erscheint.
   
1862 Inbetriebnahme der Petroleumstraßenbeleuchtung. Uraufnahme der Gemarkung Ortrand.
   
1866 Krieg zwischen Österreich und Preußen. Durch das österreichisch-sächsische Bündnis kommt das grenzstädtische Leben zum Erliegen. Nachbarn stehen sich nun als Gegner gegenüber.
   
1882 Gründung der Feuerwehr Ortrand.
   
1904 Auf Burkersdorfer Flur wird ein neuer Friedhof angelegt.
   
1906 Eröffnung der Stadtbibliothek.
   
1912 Ortrand wird an das Überlandwerk angeschlossen und besitzt elektronische Straßenbeleuchtung.
   
1914 Der erste Weltkrieg (1914-1918) verlangt von der Stadt nicht nur Menschenwunder. An seinem Ende sieht sie sich Not, Hunger, Elend, Verarmung, Unsicherheit und Arbeitslosigkeit gegenüber.
   
1920 Erste elektronische Straßenbeleuchtung in Ortrand.
   
1933 Die Nationalsozialisten übernehmen die Macht in Deutschland. Bau der Hochdruckwasserleitung.
   
1934 Umgestaltung des Altmarktes.
   
1937 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Burkersdorf.
   
1939 Ortrand hat bei Beginn des Zweiten Weltkrieges 1910 Einwohner.
   
1944 Am 21. Mai erfolgt der 1. Flugzeugangriff auf die Stadt.
   
1945 Am 21. April besetzt die Rote Arme Ortrand und der amtierende Bürgermeister übergibt die Stadt.
   
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